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DER WEG aus dem Leiden heraus


Der Buddhismus ist in jeder Hinsicht optimistisch. Er glaubt an das Gute in jedem Menschen. Das ist auch der Grund wieso die Menschen in den buddhistischen Ländern wesendlich positiver sind als ein großer Teil der westlichen Religion. Buddhismus weist einen Ausweg aus genau diesem Leiden. In seiner ersten Rede hat Siddharta die Verkündung der „Vier edlen Wahrheiten“ im Stiel eines medizinischen Berichtes gemacht:

Es gibt Leid (im Leben) / das Leben ist frustrierend, unvollkommen (Pali: Dukkha).

Es gibt eine Ursache für Leid. Dies ist die grundlegende Unwissenheit (über die wahre Natur der Dinge - dass diese im Bezug auf Ihre Existenz leer sind - leer von einer eigenen Essenz). (Dieses Leid entsteht durch Begierde / Durst / Sich-Anklammern, Egoismus) (Samudaya).

 Es ist möglich, sich von Leid zu befreien. Es gibt ein Ende von Leid. (Nirodha).

Es gibt einen (von Buddha gegebenen) Weg und Mittel das Leid zu beenden. Ein Weg dazu wird gezeigt im sogenannten Achtfachen Pfad zum rechten Leben (Magga).

Vollkommene Einsicht

Vollkommener Entschluss
Vollkommene Rede
Vollkommenes Handeln
Vollkommener Lebenserwerb
Vollkommene Anstrengung
Vollkommene Achtsamkeit
Vollkommene Sammlung

Auf diesem Pfad verändern Menschen ihre Emotionen, Handlungen und ihre Sprachweise, um letztendlich die Erleuchtung zu erreichen. 

Nur die Einsicht in die grundlegende unbefriedigende Natur unserer Existenz kann stark genug sein, uns zum Handeln aufzurütteln. Das Ziel buddhistischen Strebens ist aber keinesfalls nur die Aufhebung des Leides, sondern die Verwirklichung von Vollkommenheit (Vollkommenheit der Weisheit und des Mitgefühls, Nibbana), was positiv und grundlegend ist.

Der Buddhismus kennt auch eine Vielzahl von Methoden, sich den negativen Eigenschaften zu entziehen. Die direkteste Methode dafür ist die Meditation. Vorraussetzung für eine erfolgreiche Meditationsübung ist ein reines Leben.

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Dazu sind fünf ethische Vorsätze nötig, von denen es positive und negative Formulierungen gibt:

- Aufhören andere Lebewesen zu töten und zu verletzen
Allen mit Freundlichkeit, Offenheit und Wohlwollen begegnen.

- Aufhören, etwas zu nehmen, was nicht freiwillig gegeben wurde
Großzügig handeln und geben

- Aufhören, durch Sexualität Leid zuzufügen
Partnerschaften auf Liebe und Achtsamkeit gründen

- Aufhören, unwahr und verletzend zu sprechen
Ehrlichkeit, Offenheit und achtsame Rede pflegen

- Aufhören, bewusstseinstrübenden Konsum zu praktizieren
Immer gegenwärtig Achtsamkeit und Bewusstheit üben

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Nicht zu verwechseln sind die "Vier edlen Wahrheiten"
mit den 
"Vier Siegeln" (im Theravada sind es 3):

Die Grundlage aller Erklärungen, die im Buddhismus gegeben werden, ist die Lehre von den Vier Edlen Wahrheiten, die der Buddha im Ersten Rad der Lehre dargelegt hat. Die Vier Siegel, das sind die sogenannten Vier Zusammenfassungen (Feststellungen) der Lehre. Diese hängen aber sehr eng mit den Vier Edlen Wahrheiten zusammen. Sie sind nur eine andere Form, diese auszudrücken. Diese Vier Siegel, auf denen alle Erklärungen im Buddhismus basieren, lauten:


1. Alle Phänomene, ob materiell oder geistig, sind zusammengesetzt und somit nicht dauerhaft existent. = 
Alle Produkte sind unbeständig.

2. Alle Gefühle, die nicht in ihrer wahren Natur erkannt werden, sind leidvoll =
Alles Befleckte (z.B. auch die Liebe) ist leidhaft.

3. Alle Phänomene, ob materiell oder geistig, sind leer und ohne ein eigenständig existierendes Selbst. 

4. Nirvana ist Befreiung, ist Frieden (Nirvāna ist die völlige Beendigung von allen Befleckungen im Geist, d.h. von allen Leidensursachen wie Gier, Haß und Verblendung zusammen mit ihren Samen).

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Der "mittlere" Weg


Seit frühester Zeit wird in der buddhistischen Tradition der Weg Buddhas als "Mittlerer Pfad" bezeichnet: Mittlerer Pfad deswegen, weil nach Ansicht des Buddha Extreme nicht zum Ziel führen. Als Extreme gelten ihm dabei sowohl "die Hingabe an die Lust der Sinnesfreuden", als auch die "Hingabe an die Selbstpeinigung". Dementsprechend verkündet Buddha: "Ohne diesen beiden Extremen ... zu folgen, ist ein mittlerer Pfad vom Vollendeten entdeckt worden, der Sehen bewirkt, Wissen bewirkt, zur Beruhigung, zur Einsicht, zur Erleuchtung, zum Erlöschen hinführt." (SN LVI,11)

Das Zentrum des Buddhismus: "Veränderung des eigenen Geisteszustandes"

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Meditation - keine buddhistische Erfindung!

 Der Begriff Meditation kommt aus der lateinischen Sprache und bedeutet soviel wie gesunden, heilen, etwas auskurieren oder auch: eine Antwort auf ein Problem finden. Das Wort bzw. das Tun hat also etwas mit Medizin zu tun und weniger mit Medley oder Club Med. Meditieren können Sie überall, egal ob auf einer Bank im Garten oder in Ihrer Bank beim Betrachten Ihrer Kontoauszüge. Meditieren hat also grundsätzlich nichts mit Glauben, Religion zu tun, Meditation hat der Mensch seit seinen frühesten Anfängen auf dieser Erde praktiziert, ohne diesem Tun irgendwelche mystischen oder spirituellen Beweggründe zuzuordnen.

Mit dem Wort Meditation bringen auch heute noch 99 von 100 Menschen das schweigende Sitzen auf dem Boden mit ineinander geschichteten Füssen in Verbindung und sehen diese Körperhaltung als unverzichtbaren Teil der Meditation an.

buddha

Meditieren kannst Du allerdings überall - im Sitzen, Stehen, Gehen, Liegen....

Meditation soll und will kein Glaubenssystem erschaffen, sondern eine Anleitung sein, wie sich die Natur unseres Geistes direkt erforschen lässt. Dabei gelangt man durch direkte Erfahrung zu den Dingen, wie sie sind und zu einem lebendigen Verständnis aus erster Hand.

Zu meditieren bedeutet aber nicht, unbedingt etwas Neues zu tun, sondern vielmehr, gewohnte Lebensabläufe und -muster für eine kurze Zeit zu unterbrechen (das normale Alltagsleben also einfach mal "zu verlassen"), um auf diese Weise zurückzufinden zu einer bereits seit Geburt vorhandenen, inzwischen aber (vielleicht) verloren geglaubten Erfahrung von Eins- und/ oder Verbundensein mit allem, was ist, und mit allem, was nicht ist.

Durch die Meditation werden positive Eigenschaften und Emotionen verstärkt und geprobt. (Freude, Liebe, Höflichkeit, Mitgefühl, Gelassenheit etc.) Dabei werden die Gegenteile ausgesperrt. (Egoismus, Eifersucht, Gewalt etc.) Dabei konzentriert sich der Buddhist zu erst auf die drei „Geistesgifte“ nämlich Gier, Hass und Verblendung.

Die Meditation wurde und wird in fast allen Religionsgemeinschaften und darüber hinaus praktiziert. Im Folgenden einen groben Überblick über die Vielfalt der Meditationen:

Vipassana-Meditatonen
Atem-Meditation
Merkaba-Meditation
Hinduismus mit der Mantra-Meditation, derTranszendentalen Meditation
Kundalini-Meditation
Taoismus
Sufismus
Christliche Meditation
Tolteken mit Tensegrity
Kelten-Meditation
Falun Dafa-Meditation
Baum-, Feuer, Mond-, …..-Meditationen

Die einzelnen Techniken unterscheiden sich nur wenig voneinander, lediglich die Art und Weise der Annäherung an den meditativen Zustand wird etwas anders akzentuiert. Betrachtet man alle diese Methoden unter dem EEG oder mit anderen objektiven Untersuchungsmethoden, ergeben sich keine signifikanten Unterschiede. Da jedes Bewusstsein anders strukturiert ist, kann man nur empfehlen, die Methode so lange zu wechseln, bis man seine individuelle Methode gefunden hat.

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Wie meditiere ich eigentlich "richtig"?

Meditieren ist einfacher als befürchtet.

Die Grundlagen sind in fünf Minuten zu erlernen.

Nehmen Sie eine bequeme Sitzhaltung ein, die Sie für 10 oder 15 Minuten beibehalten können...

1) Erwarte Sie nichts - Setzen Sie sich einfach zurück, und sehen Sie, was passiert. Betrachten Sie das Ganze als ein Experiment.  Zeigen Sie aktives Interesse an diesem Test selbst. Lassen Sie sich aber nicht ablenken von Ihren Erwartungen hinsichtlich der Resultate. Kümmern Sie sich aus diesem Grund um keinerlei Ergebnisse. Lassen Sie die Meditation in Ihrem eigenen Tempo und in ihre eigene Richtung vorangehen. Lassen Sie zu, dass die Meditation Ihnen das beibringt, was sie Sie lernen lassen will. Meditative Bewusstheit sucht die Realität genau so zu sehen, wie sie ist. Ob das Ihren Erwartungen entspricht oder nicht, es erfordert eine zeitweise Aufhebung all unserer vorgefassten Meinungen und Ideen. Wir müssen unsere Bilder, Meinungen und Interpretationen für die Dauer der Sitzung aus dem Weg räumen. Sonst werden wir über sie stolpern.

2) Mühen Sie sich nicht ab: Erzwingen Sie nichts, und machen Sie keine großartigen übertriebenen Anstrengungen. Meditation ist nicht aggressiv. Da gibt es kein gewaltsames Kämpfen. Ihr Bemühen sollte ganz einfach entspannt und ruhig sein. Wenn Sie merken, dass Ihr Geist abgeschweift ist und Sie gedanklich in Ihre Pläne, Ideen oder Tagträume verwickelt sind, bringen Sie Ihren Geist sanft, aber fest zu Ihrem Atem zurück.

3) Beeilen Sie sich nicht: Da ist keine Eile, nehmen Sie sich daher Zeit. Lassen Sie sich auf ein Kissen nieder, und sitzen Sie, als ob Sie den ganzen Tag zur Verfügung hätten. Alles wirklich Wertvolle braucht Zeit zur Entwicklung. Geduld, Geduld, Geduld.

4) Hängen Sie an nichts, und weisen Sie nichts zurück: Lassen Sie kommen, was kommt, und stellen Sie sich darauf ein, was auch immer es ist. Wenn gute geistige Bilder auftauchen, ist das in Ordnung. Wenn schlimme geistige Bilder auftauchen, ist das auch in Ordnung. Betrachten Sie alles als gleich, und machen Sie es sich gemütlich bei allem, was auch immer geschieht. Kämpfen Sie nicht mit dem, was Sie erfahren, beobachten Sie einfach alles mit Achtsamkeit.

5) Lassen Sie los: Lernen Sie mit all den Veränderungen zu fließen die aufkommen. Werden Sie locker, und entspannen Sie sich.

6) Nehmen Sie alles an, was auftaucht: Akzeptieren Sie Ihre Gefühle, selbst die, die Sie nicht haben wollen. Akzeptieren Sie Ihre Erfahrungen, selbst die, die Sie hassen. Verurteilten Sie sich nicht, weil Sie menschliche Fehler und Schwächen haben. Lernen Sie alle Phänomene, die im Geist auftauchen, als vollkommen natürlich und verständlich zu betrachten. Versuchen Sie, ein unvoreingenommenes Akzeptieren zu üben, jederzeit und im Hinblick auf alle Erfahrungen.

7) Gehen Sie sanft mit sich um: Seien Sie freundlich zu sich. Sie mögen nicht vollkommen sein, aber Sie sind alles, woran Sie zu arbeiten haben. Der Prozess, zu werden, der Sie sein wollen, beginnt zuerst mit dem völligen Annehmen dessen, der Sie sind.

8) Erforschen Sie sich selbst: Hinterfragen Sie alles. Betrachten Sie nichts als selbstverständlich. Glauben Sie nichts, weil es weise und fromm klingt und irgendein Heiliger es gesagt hat. Sehen Sie selbst. Das bedeutet nicht, dass Sie zynisch, unverschämt oder respektlos sein sollten. Es heißt, dass Sie sich auf Ihre Wahrnehmung beziehen sollten. Unterziehen Sie alle Feststellungen der konkreten Überprüfung durch Ihre eigene Erfahrung, und lassen Sie die Ergebnisse Ihr Führer zur Wahrheit sein. Einsichtsmeditation entwickelt sich aus einem inneren Verlangen heraus, wach zu werden für das, was wirklich ist, und befreiende Einsicht zu gewinnen in die wahre Struktur der Existenz. Die ganze Praxis hängt von dieser Sehnsucht ab, zur Wahrheit zu erwachen. Ohne sie ist die Praxis oberflächlich.
        
9) Betrachten Sie alle Probleme als Herausforderungen. Sehen Sie das 'Negative', das auftaucht, als Gelegenheit, zu lernen und zu wachsen.  Laufen Sie nicht davon, verdammen Sie sich nicht, und verbergen Sie Ihre Bürde nicht in heiligem Schweigen. Sie haben ein Problem? Großartig. Mehr Wasser auf die Mühle. Freuen Sie sich, gehen Sie ran, und untersuchen Sie es.

10) Grübeln Sie nicht: Sie brauchen sich nicht alles auszudenken. Weitschweifiges Denken wird Sie nicht aus der Falle befreien. In der Meditation wird der Geist auf natürliche Weise durch Achtsamkeit gereinigt, ohne Worte, durch reine Aufmerksamkeit. Gewohntes Überlegen ist nicht nötig, um die Dinge auszumerzen, die Sie in Knechtschaft halten. Alles, was man braucht, ist eine klare, vorbegriffliche Wahrnehmung davon, was sie sind und wie sie wirken. Das allein genügt, um sie aufzulösen. Konzepte und verstandesmäßiges Denken stehen nur im Weg. Denken Sie nicht. Sehen Sie.

11) Verweilen Sie nicht bei Gegensätzen: Unterschiede existieren wirklich unter den Menschen, aber sich dabei aufzuhalten ist ein gefährlicher Prozess. Wenn man nicht sorgsam damit umgeht, führt er direkt zu Ichbezogenheit. Gewöhnliches menschliches Denken ist voll von Gier, Eifersucht und Stolz.

Statt auf die Unterschiede zwischen sich und anderen zu achten, übt der Meditierende sich darin, Ähnlichkeiten festzustellen. Er konzentriert seine Aufmerk­samkeit auf jene Faktoren, die universell sind für alles Leben, Aspekte, die ihn anderen näher bringen werden. So führt sein Vergleichen, wenn es das überhaupt ist, eher zu Gefühlen von Verwandtschaft als zu Gefühlen der Entfremdung.

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 Atmen ist ein universeller Prozess. Alle Wirbeltiere atmen im wesentlichen auf die gleiche Art. Alle lebenden Wesen tauschen auf die eine oder andere Art Gase aus mit ihrer Umgebung. Dies ist einer der Gründe dafür, dass die Atmung als zentrales Objekt für die Meditation gewählt wird. Dem Meditierenden wird empfohlen, den Prozess seiner eigenen Atmung zu erforschen als Mittel, seine eigene natürliche Verbundenheit mit allem übrigen Leben zu erkennen. Dies bedeutet nicht, dass wir unsere Augen verschließen vor all den Unterschieden um uns herum. Unterschiede sind da. Es bedeutet einfach, dass wir Gegensätze nicht hervorheben und die allgemeingültigen Faktoren betonen, die uns gemeinsam sind. Das empfohlene Verfahren ist folgendes: Wenn wir als Meditierende irgendein sensorisches Objekt wahrnehmen, sollten wir nicht auf die übliche egoistische Weise dabei verweilen. Wir sollten besser den Wahrnehmungsprozess selbst beobachten. Wir sollten beobachten, was dieses Objekt in unseren Sinnen und unserer Wahrnehmung bewirkt. Wir sollten die Gefühle beobachten die auftauchen, und die geistigen Aktivitäten die folgen. Wir sollten die Veränderungen bemerken, die sich in unserem eigenen Bewusstsein als Folge ereignen. Beim Beobachten all dieser Phänomene müssen wir uns der Universalität dessen bewusst sein, was wir sehen.

Ihren Atem beobachten ist also eine grundlegende Meditationsübung.

Die ursprüngliche Wahrnehmung wird angenehme, unangenehme und neutrale Gefühle auslösen. Das ist eine universelle Erscheinung.

Wenn Sie wiederholt üben, werden Sie feststellen, dass es Ihnen immer leichter fällt. Ihr Geist wird sich schneller beruhigen, und auch in anderen Bereichen Ihres Lebens werden Sie gegenwärtiger und konzentrierter sein.

Sie ereignet sich im Geist anderer genauso wie in unserem eigenen, und wir sollten das klar sehen. Folgt man diesen Gefühlen, können verschiedene Reaktionen auftauchen. Wir können Begierde, Lust oder Eifersucht spüren. Wir können Furcht, Besorgnis, Unruhe oder Langeweile empfinden.  Diese Reaktionen sind universell. Wir bemerken sie einfach und verallgemeinern sie dann. Wir sollten erkennen, dass diese Reaktionen normale menschliche Antworten sind und in jedem entstehen können.

Diese Art von Vergleich anzustellen mag zuerst erzwungen und künstlich erscheinen, aber es ist nicht weniger natürlich als das, was wir gewöhnlich tun. Es ist uns bloß nicht vertraut. Durch Übung ersetzt dieses Verhaltensmuster unsere normale Gewohnheit egozentrischen Vergleichens und kommt uns dann auf lange Sicht weitaus natürlicher vor. Als Folge werden wir sehr verständnisvolle Menschen. Wir regen uns nicht länger über die Schwächen anderer auf. Wir kommen voran in Richtung Harmonie mit allem Leben.

Quelle: „Die Praxis der Achtsamkeit“ -
 Mahathera Henepola Gunaratana

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Tipps:

Meditieren Sie regelmässig – möglichst jeden Tag


Probieren Sie verschiedene Techniken aus, wählen Sie eine aus, und bleiben Sie dabei

Organisieren Sie sich einen ruhigen Platz, wo Sie ungestört meditieren können.

Finden Sie eine für Sie bequeme Sitzhaltung heraus – und sorgen Sie dafür, dass Sie Ihre Wirbelsäule sanft aufrichten.

Legen Sie vorher fest, wie lange Sie meditieren wollen – und halten Sie diese Zeit durch, egal wie rastlos oder gelangweilt Sie werden.

Atmen Sie einige Male tief durch, bevor Sie beginnen, und entspannen Sie Ihren Körper bewusst bei der Ausatmung.

Seien Sie geduldig!

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Wie werde ich eigentlich BuddhistIn?

Jede/r kann jederzeit Buddhist werden. Buddhismus wird nicht vererbt. Ein Buddhist ist man erst, wenn man sich entschieden hat sich auf einen harten Pfad zu begeben, um seine innere Freiheit zu bekommen. Niemand fordert einen Nachweis in irgendeiner Form, kein beamteter "Seelsorger" muss zu einer Taufe bemüht werden, kein Beschneider sich bei kleinen und grossen Jungs schnittfest zeigen und niemand fordert einen DNA - Test um die Zugehörigkeit zu einem "auserwählten Volk" wissenschaftlich belegen zu können. Menschen werden auch nicht im Buddhismus festgehalten. Ist der Geist nicht stark genug diese harte Probe zu bestehen kann jeder gehen, wann er will.

Wirklicher Buddhist zu sein bedeutet, das ernsthafte Streben nach Erleuchtung ins Zentrum seines Lebens zu stellen.; Die drei höchsten Ideale im Buddhismus als höchste Werte im Universum zu sehen und sein Leben den „Drei Juwelen“ inspirieren und leiten zu lassen:

Dem Buddha, dem Ideal menschlicher Vervollkommnung und Symbol für Erleuchtung.

Dem Dharma, den Lehren und Methoden, die über 2500 Jahre in der buddhistischen Tradition entwickelt und überliefert wurden.

Dem Sangha, der spirituellen Gemeinschaft all derer, die den Dharma praktizieren und versuchen, ihr menschliches Potential zu entfalten.

Diese drei Aspekte zu befolgen ist im Buddhismus keine Pflicht, sonder eher eine Hilfe, den Pfad besser zu besteigen. Sie helfen, das Ziel nie aus den Augen zu verlieren.

Man bekennt man sich also äußerlich zwar ohne weitere Formalitäten, man nimmt hier aber die 3-fache Zufluchtsformel:

Zum Buddha nehme ich meine Zuflucht,
zur Lehre (Dharma) nehme ich meine Zuflucht,
zur Gemeinde (Shanga) nehme ich meine Zuflucht.

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Die 37 erforderlichen Dinge zur Erleuchtung (Bodhipakkhiyadhamma):

(Bodhipakkhiyadhamma beschreibt aus Sicht des Theravada-Buddhismus die 37 erforderlichen Dinge zur Erleuchtung und ist eine Art Kurzzusammenfassung der buddhistische Lehre, wie sie im Palikanon beschrieben ist. Diese Auflistung entstammt der Längeren Lehrrede an Sakuludāyin (Mahāsakuludāyi Sutta), die in der Mittleren Sammlung (Majjhima Nikāya, Sutta 77) enthalten ist. Jedoch werden sie dort nicht mit Namen bezeichnet.)

Die Vier Grundlagen der Achtsamkeit (Satipatthana 4)

Achtsamkeit auf den Körper (Kayanupassana)
Achtsamkeit auf die Gefühle (Vedananupassana)
Achtsamkeit auf den Geist (Cittanupassana)
Achtsamkeit auf die Geistesobjekte (Dhammanupassana)


Die Vier Rechten Anstrengungen (Samapadhana 4)

Anstrengung der Sinnenzügelung (Samvara Padhana)
Anstrengung zur Überwindung (Pahana Padhana)
Anstrengung zur Entfaltung (Bhavana Padhana)
Anstrengung zur Erhaltung (Anurakkhana Padhana


Die Vier Wege zum Erfolg (Iddhipada 4)

Wille, Streben, Absicht (Chanda)
Willenskraft, Anstrengung, Bemühen (Viriya)
Reinheit des Bewusstseins (Citta)
Erforschen, Erwägen (Vimasa)


Die Fünf Fähigkeiten (Indriya 5)

Vertrauen Glauben (Saddha)
Willenskraft, Anstrengung (Viriya)
Achtsamkeit (Sati)
Sammlung, Konzentration (Samadhi)
Weisheit (Panna)


Die Fünf Kräfte (Bala 5)

Vertrauen (saddha)
Willenskraft (viriya)
Achtsamkeit (sati)
Sammlung (samadhi)
Wissen oder Einsicht (panna)


Die Sieben Erleuchtungsglieder (Bojjhanga 7)

Achtsamkeit (Sati)
Gesetzesergründung (Dhamma Vicaya)
Willenskraft, Anstrengung (Viriya)
Verzückung, Freude (Piti)
Ruhe, Gestilltheit (Passaddhi)
Sammlung, Konzentration (Samadhi)
Gleichmut (Upekkha)


Der Edle Achtfache Pfad (Ariya Magga 8)

rechte Ansicht (samma ditthi)
rechte Gesinnung (samma sankappa)
rechte Rede (samma vacca)
rechtes Handeln (samma kammanta)
rechter Lebenserwerb (samma ajiva)
rechte Anstrengung oder Bemühung (samma vayama)
rechte Achtsamkeit (samma sati)
rechte Konzentration (samma samadhi)



buddhismus in sri lanka

"Zu Besuch" in Sri Lanka (Theravada)

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Die Religion der Zukunft wird eine kosmische Religion sein. Sie muss über den persönlichen Gott hinausgehen und Dogma und Theologie meiden. Sie sollte sich auf das Natürliche ebenso beziehen wie auf das Spirituelle und ein religiöses Empfinden zur Grundlage haben, welches aus der Erfahrung erwächst, dass alle Dinge der Natur und des Geistes eine sinnhaltige Einheit bilden. Der Buddhismus entspricht dieser Beschreibung. Wenn es eine Religion gibt, die dem modernen Wissenschaftsanspruch standzuhalten vermag, dann ist es der Buddhismus.

Albert Einstein
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